Schornsteinfegermeister Karsten Fleck

Lenzhalde 30, 72280 Dornstetten

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News

 

1. EWärmeG 2015:

Link zum Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

 

 

2. EnEv 2014:

Alt-Heizungen müssen raus

Ca. 500.000 Heizungsanlagen sind davon betroffen

 

Am 16. Oktober hat die Bundesregierung die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) verabschiedet.

Die Änderungen betreffen auch veraltete Heizungsanlagen.

Öl-und Gasheizkessel, die vor dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden, müssen bis zum Jahr 2015 ausgetauscht werden.

Wie der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks mitteilt, ergeben sich dadurch direkte Auswirkungen auf über eine halbe Million Haushalte in Deutschland.

 

Bislang galt die Austauschpflicht für Eigentümer von Öl- und Gas-Heizungsanlagen, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden. Jetzt sind auch Anlagen betroffen, die im Jahr 2015 30 Jahre alt sind.

 

Allerdings gibt es weiterhin in der Neuregelung mehrere Ausnahmen:

- Nicht betroffen sind Brennwertkessel und Niedertemperaturheizkessel.

- Auch Hauseigentümer, die seit mindestens Februar 2002 in Häusern mit 30 Jahre alten Heizungen

  wohnen, sind von der neuen Austauschpflicht ihrer Anlagen ausgenommen.

 

 

3. Was ändert sich für Sie ab 2013?

Ab dem 01.01.2013 können Sie Ihren Schornsteinfeger frei wählen, vorausgesetzt, er ist im Schornsteinfegerregister beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelistet.
Die freien Schornsteinfeger dürfen allgemeine Schornsteinfegertätigkeiten ausführen. Dazu zählen insbesondere Überprüfungs-, Kehr- und Messarbeiten.

Daneben gibt es eine Reihe von Aufgaben, die ein freier Schornsteinfeger nicht erledigen darf. Dazu zählen insbesondere hoheitliche Aufgaben wie z. B.

  • das Führen des Kehrbuches und Kontrollen, ob die vorgeschriebenen Schornsteinfegerarbeiten durchgeführt werden,
  • die Durchführung der Feuerstättenschau, Prüfung der Betriebs- und Brandsicherheit der Anlagen, Erlass eines Feuerstättenbescheides,
  • die Meldung von Mängeln an den Feuerungsanlagen, die bei der Feuerstättenschau oder einer sonstigen Überprüfung festgestellt wurden,
  • das Ausstellen von Bescheinigungen zu Bauabnahmen nach Landesrecht.

Diese Aufgaben bleiben in Deutschland nach wie vor dem Bezirksschornsteinfegermeister vorbehalten, der ab dem 01.01.2013 nach Vorgabe des Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes zum "bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger" umfirmiert wird.


Eigentümer werden ab 2013 enger in die Verantwortung und Haftung genommen.
Sie müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Schornsteinfegerarbeiten fristgerecht selbst veranlassen und dem bevollmächtigten
Bezirksschornsteinfeger einen Nachweis erbringen, dass die Maßnahmen zur Betriebs- und Brandsicherheit fristgerecht durchgeführt worden sind. Bei Nichteinhaltung der Vorgaben kann ein Bußgeld drohen.
Wann, was, in welchen Abständen geprüft werden muss, erfahren Sie durch den Feuerstättenbescheid. Der Feuerstättenbescheid ist kostenpflichtig, hat aber Vorteile für den Hauseigentümer, denn er gibt exakt Auskunft darüber, welche Reinigungs-, Überprüfungs- und Messarbeiten an den in Ihrem Gebäude betriebenen Feuerungsanlagen in welchen Zeiträumen durchzuführen sind. Sie sparen also Kosten, wenn Sie nur die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeiten in Auftrag geben.


Wenn Sie den Verwaltungsaufwand scheuen, ist es am einfachsten, wenn Sie bei ihrem bisherigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger bleiben. Dann läuft alles weiter wie bisher, ohne dass Sie sich um Termine und den Verwaltungsaufwand kümmern müssen.
Ihr
bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger nimmt Ihnen die pünktliche Durchführung der vorgeschriebenen Schornsteinfegerarbeiten ab. Sie benötigen zunächst einen Feuerstättenbescheid, den Ihnen Ihr Bezirksschornsteinfeger ausstellt.

 

Lange Rede kurzer Sinn: Falls Sie keine Veränderung wollen, besuchen wir Sie weiterhin automatisch in den gesetzlich vorgegebenen Zeiträumen.


Haben sie noch Fragen? Kein Problem, rufen Sie mich einfach an.

4. Neue Bundesimmissionsschutzverordnung 1. BImSchV ab 22.03.2010

Ab dem 22. März 2010 gilt eine neue Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen, die unter anderem verschärfte Emissionsgrenzwerte vorsieht. Betroffen ist jetzt auch der Kaminofen im Wohnzimmer. Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks - Zentralinnungsverband (ZIV) - empfiehlt den Verbrauchern ein Informationsgespräch mit ihrem Schornsteinfeger.

 

Immer mehr Menschen heizen mit Brennstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Holzpellets oder Hackschnitzel. Das spart teuere Heizenergie und schont die Ressourcen. Bei der Verbrennung von Holz entsteht allerdings Feinstaub, der als gesundheitsgefährdend eingestuft wird. Als eine der Hauptquellen von Feinstaub gelten veraltete Heizöfen, häufig in Kombination mit falschem Heizverhalten. Im Rahmen des Klima- und Gesundheitsschutzes hat die Bundesregierung daher die Feinstaubreduzierung zu einem vorrangigen Ziel erklärt und mit einer entsprechenden Gesetzesänderung reagiert. Die Novelle der Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) sieht künftig strengere Auflagen für kleine und mittlere Feuerungsanlagen vor, die mit festen Brennstoffen wie Holz, Pellets oder Kohle befeuert werden. Diese sollen an den aktuellen Stand der Technik angepasst werden. Sie enthält außerdem eine Liste mit Brennstoffen, die in diesen Feuerungsanlagen verbrannt werden dürfen.

 

Was ändert sich?

 

Grenzwerte jetzt auch für Öfen

Nach Auskunft des Bundesumweltministeriums sind vor allem Öfen mit einem Alter von 20 Jahren und mehr verantwortlich für zwei Drittel der freigesetzten Feinstaubmenge. Daher sah die Bundesregierung auch in diesem Bereich Nachbesserungsbedarf. Ab sofort legt die Verordnung erstmals auch für Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe bestimmte Emissionsgrenzwerte fest. Gemeint sind Feuerungsanlagen, die vorrangig für die Beheizung des Aufstellraumes verwendet werden wie beispielsweise Kamin- oder Kachelöfen. Bisher wurden diese von der Immissionsschutz-Verordnung und somit auch von möglichen Umweltschutzmaßnahmen nur allgemein erfasst.

 

Neue Anforderungen

Einzelraumfeuerungsanlagen, mit Ausnahme von Grundöfen und offenen Kaminen, dürfen nur betrieben werden, wenn durch eine Typprüfung des Herstellers die Einhaltung vorgegebener Emissionsgrenzwerte und Mindestwirkungsgrade belegt werden kann. Offene Kamine dürfen nur gelegentlich genutzt werden, Grundöfen sind mit nachgeschalteten Einrichtungen zur Staubminderung auszustatten. Für bestehende Einzelraumfeuerungsanlagen sind abhängig vom Baujahr Übergangsfristen bis 2014, 2017, 2020 oder 2024 vorgesehen.

 

Nachweispflicht für Eigentümer

Bis Ende 2013 haben die Besitzer bestehender Einzelraumfeuerungsanlagen Zeit nachzuweisen, dass ihr Ofen die vorgeschriebenen Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid (CO) einhält. Als Nachweis genügt die Prüfstandsmessbescheinigung des Herstellers oder die Messung durch den Schornsteinfeger. Zur Feststellung, wann die Übergangsfrist endet, nimmt er die Daten während der Feuerstättenschau oder eines anderen Termins in seine Dokumentation auf.

 

Altgeräte sanieren oder austauschen

Bestehende Kaminöfen, die den verschärften Anforderungen entsprechen, können zeitlich unbegrenzt genutzt werden. Kann jedoch der geforderte Nachweis bis Ende 2013 nicht erbracht werden, muss der Besitzer handeln, denn sonst könnte sein Kaminofen still gelegt werden. Er hat entweder die Möglichkeit seine Anlage mit einem baulich zugelassenen Staubabscheider bzw. einer anderen Einrichtung zur Staubreduzierung nachzurüsten oder sie komplett austauschen zu lassen. Nach Auskunft des Bundesumweltministeriums wären zurzeit 4,5 Millionen Einzelraumfeuerungsanlagen von einer Nachrüstung oder einem Austausch betroffen.  

Grundsätzlich räumt die Bundesregierung den Eigentümern im Sanierungsfall lange Übergangsfristen ein (frühestens ab Ende 2014). Zu diesem Zeitpunkt müssen Anlagen nachgerüstet oder ersetzt werden, die vor dem 31. Dezember 1974 errichtet wurden. Die novellierte Verordnung sieht jedoch Ausnahmen vor.

 

Datum auf dem Typenschild
 
Zeitpunkt der Nachrüstung/ Außerbetriebnahme


 

bis 21.12.1974 oder nicht feststellbar
 
31.12.2014
01.01.1975 bis 31.12.1984
 
31.12.2017
01.01.1985 bis 31.12.1994
 
31.12.2020
01.01.1995 bis 22.03.2010
 
31.12.2024

 

Tipp: Beim Kauf von Kaminöfen sollten Verbraucher von Anfang an auf die relevante Prüfbescheinigung des Herstellers achten. Entspricht sie den gesetzlichen Anforderungen der novellierten 1. BImSchV? Bei bestehenden Anlagen haben die Betreiber  ausreichend Zeit zu überlegen, ob sie nachrüsten oder austauschen wollen, falls ihr Gerät die Grenzwerte nicht einhalten sollte.

 

Schornsteinfeger informieren

Ob und ab wann eine Nachrüstpflicht besteht und welche Grenzwerte eingehalten werden müssen, teilt der Schornsteinfeger frühzeitig mit. In einem Beratungsgespräch informiert er darüber, welche Brennstoffe verwendet werden dürfen und welche nicht, da sie möglicherweise schädlich für Umwelt und Gesundheit sind. Zeitungspapier oder behandeltes Holz beispielsweise setzen bei der Verbrennung schädliche Inhaltsstoffe wie Kohlenmonoxid oder Formaldehyd frei.

Neu ist: Der Gesetzgeber macht dieses Beratungsgespräch sogar zum Pflichttermin. Betreiber bestehender Einzelraumfeuerstätten sollen bis zum 31.12.2014 beraten werden. Bei neu errichteten Einzelraumfeuerstätten oder bei einem Betreiberwechsel soll das Gespräch innerhalb eines Jahres stattfinden. Mit dieser Regelung will die Bundesregierung alle diejenigen erreichen, die ihren Wohnraum zum Beispiel mit einem Kamin- oder Kachelofen heizen und damit Emissionen verursachen. Gleiche Anforderungen gelten für zentrale Heizungsanlagen wie Pellet-Heizungen, die von Hand befeuert werden.

Der Schornsteinfeger erklärt in diesem Beratungsgespräch unter anderem den richtigen Umgang mit der Feuerstätte, die Auswahl geeigneter Brennstoffe und gibt Tipps zum richtigen Heizen. Vorgeschrieben ist außerdem die Prüfung der Qualität und der ordnungsgemäßen Lagerung des Brennstoffs. Dies sind wichtige Informationen für die Betreiber, denn das Heizverhalten und die verwendeten Brennstoffe haben nachweislich großen Einfluss auf die Umwelt- und Klimabilanz einer Anlage.

 

Tipp: Wer wissen möchte, was jetzt mit seinem Kaminofen im Wohnzimmer geschieht, sollte sich an seinen zuständigen Schornsteinfeger wenden. Er berücksichtigt die individuellen Gegebenheiten vor Ort, erstellt einen Terminplan für die nächsten Jahre und berät bei der weiteren Vorgehensweise.

 

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